Test: AVM Fritz!Box 3490 (WLAN-ac-Router)

AVM Fritz!Box 3490

  • Klasse Ausstattung
  • Insgesamt gute WLAN-Performance
  • Niedriger Stromverbrauch
  • Schwache WLAN-ac-Leistung mit Broadcom-Gegenstelle
  • Bestenlisten Platzierung:
    Rang 9 / 43
  • Gesamtwertung:
    gut (83,0 %)
  • gut

    Oktober 2014

    AVM Fritz!Box 3490

    Unabhängige Tests seit 1978

  • Preis-Leistung: 77%
  • Ausstattung: 93%
  • Performance: 77.4%
  • Funktionalität: 81%
  • Installation & Konfiguration: 76%
  •  
  • (Testzeitpunkt: 10.10.2014)

Fazit: Die Fritz!Box 3490 ist AVMs neuer ac-Router und gefällt im Test mit guter WLAN-Performance, überragender Ausstattung und einer vorbildlichen Bedienung. Nur auf die Telefonanlage und den DECT-Teil verzichtet dieses günstige Fritz!Box-Modell.

 

Der maximale Datendurchsatz der 160 Euro günstigen Fritz!Box 3490 liegt im Test bei starken 551 MBit pro Sekunde. Beim Funken unter praxisnahen, realen Wohn-Bedingungen zeigt der AVM-Router dann aber je nach Gegenstelle ein sehr durchwachsenes Bild: Datenraten zwischen 21 MBit und 313 MBit pro Sekunde haben wir gemessen. Vor allem mit der Gegenstelle mit Broadcom-Chipsatz kommt die Fritz!Box nicht sonderlich gut klar, mit der Intel-Gegenstelle erzielt sie eine deutlich bessere Performance. In Ordnung, aber nicht überragend: 123 MBit/s messen wir mit einer WLAN-n Gegenstelle im 2,4 GHz-Band. Dafür ist der Stromverbrauch des Routers auch unter Last mit rund 10 Watt angenehm niedrig.

AVM Fritz!Box 3490: Klasse Ausstattung


Wie schon erwähnt, verzichtet die Fritz!Box 3490 im Gegensatz zum AVM-Topmodell 7490 auf die Telefonanlage und den DECT-Mobiltelefon-Teil. Ansonsten ist die Ausstattung spitze: es finden sich ein (V)DSL-Modem, vier Gigabit-LAN-Ports und zwei USB-3.0-Schnittstellen, die Sie zum Stromsparen aber auch im USB-2.0-Modus betreiben können – hierüber finden externe Speichermedien oder ein Drucker den Weg in Ihr Netzwerk. Am Gehäuse der Fritz!Box 3490 sind außerdem Schalter zum Ein- und Ausschalten des WLAN-Moduls und eine WPS-Taste zur flotten Anbindung weiterer WLAN-Teilnehmer angebracht – wie auch bei der teureren 7490.

AVM Fritz!Box 3490: Starkes Betriebssystem


Die Fritz!Box 3490 läuft mit dem aktuelle FritzOS 6.20 – die Bedienoberfläche rufen Sie bequem im Webbrowser mit fritz.box auf. Das Web-GUI ist schön übersichtlich aufgebaut und bietet gute Assistenten zum Einrichten aller wichtigen Grundfunktionen des WLAN-Routers, wie beispielsweise für die Einrichtung des Internetzugangs oder der Funkverbindungen. Wenn Sie die Experten-Ansicht wählen, zeigt der Router Ihnen noch deutlich mehr Einstellmöglichkeiten an, so können Sie beispielsweise ein Zeitprofil für das Ein- und Ausschalten des WLANs erstellen.

AVM Fritz!Box 3490: Noch mehr


Für nicht regelmäßige Netzwerknutzer lässt sich ganz einfach ein Gast-WLAN einrichten, inklusive QR-Code zum Ausdrucken. Den scannt der Gast einfach nur mit seinem Smartphone oder Tablet und bekommt so die Netzwerkeinstellungen inklusive Passwort ganz einfach auf sein mobiles Endgerät – und kann sich dann verbinden.

Mithilfe eines externen Speichermediums an einer der beiden USB-Schnittstellen bekommen Sie auch NAS-Funktionalität auf die Fritz!Box 3490. Sie haben über den AVM-Dienst MyFritz! weltweiten Zugang per Internet auf Ihre Daten, ein UPnP AV-Medienserver sorgt für die Verteilung Ihrer Medien im Heimnetz. Das Ganze verwalten Sie über eine eigene Web-Oberfläche, die Sie im Browser über die Eingabe fritz.nas erreichen. Das funktioniert problemlos, wenn auch nicht so performant und bequem wie mit bei einer „echten“ Netzwerkfestplatte (NAS) – da fehlt einfach die Rechenpower und der Arbeitsspeicher.

AVM Fritz!Box 3490: Alternative


Der Testsieger Asus DSL-AC68U für rund 180 Euro bietet ebenfalls ein (V)DSL-Modem, vier Gigabit-LAN- und eine USB-3.0-Schnittstelle. Vor allem aber erzielt unsere aktuelle Nummer eins im Ranking eine deutlich stärkere WLAN-Performance – besonders unter Praxisbedingungen. Zwischen 160 und 350 MBit pro Sekunde haben wir hier gemessen. Nur beim Stromverbrauch benötigt der Asus mit rund 16 Watt ein wenig mehr als die Fritz!Box.

Höchster WLAN Standard ac
Maximal theoretische WLAN-ac Geschwindigkeit 1.300 MBit/s
Maximal theoretische WLAN-n Geschwindigkeit 450 MBit/s
Maximaler gemessener Datendurchsatz WLAN 551 MBit/s
Optimale-Bedingung: Durchschnittlicher Download-Datendurchsatz mit Broadcom-Chipsatz 386 MBit/s
Optimale-Bedingung: Durchschnittlicher Download-Datendurchsatz mit Intel-Chipsatz 305 MBit/s
Optimale-Bedingung: Durchschnittlicher Download-Datendurchsatz mit WLAN-n-Broadcom-Chipsatz 137 MBit/s
Praxis-Bedingung: Durchschnittlicher Download-Datendurchsatz mit Broadcom-Chipsatz 21 MBit/s
Praxis-Bedingung: Durchschnittlicher Download-Datendurchsatz mit Intel-Chipsatz 313 MBit/s
Praxis-Bedingung: Durchschnittlicher Download-Datendurchsatz mit WLAN-n-Broadcom-Chipsatz 123 MBit/s
Gigabit-LAN 4 Ports
100-MBit-LAN
USB-3.0-Anschlüsse 2 Ports
USB-2.0-Anschlüsse
DSL- Modem Ja
USB-Port für externe Festplatte Ja
Drucker-Server Ja
FTP-Server Ja
Einfacher Zugriff auf Weboberfläche Ja
Zugriff auf externe HHD über das Internet Ja
Unterstützung von Dyn-DNS-Diensten Ja
Telefon: Analog
Telefon: ISDN
Telefon: VoIP
Zusätzliche Apps Fritz!App
Leistungs-Aufnahme im Standby 8 Watt
Leistungs- Aufnahme bei Datentransfer 10 Watt
MBit/s pro Euro 3,44 MBit pro Euro

Adresse der Quelle:

http://www.chip.de/artikel/

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